Konzept zur Ärzte-Betreuung für mehr Rehasport Teilnehmende

Thema des Monats Ärtze-Betreuung
Profilbild Beratung Anne Seyfert

Ein Bericht von Anne Seyfert aus der Erfahrung mit der Ärzte-Betreuung und Ärzte-Netzwerken.

Ärzte und Rehasport – der Zusammenhang

Wenn man als Einrichtung mit dem Rehasport starten möchte, benötigt man einen kooperierenden Arzt/Ärztin. Denn der Rehasport ist nur mit einer ärztlichen Verordnung möglich. Bei den meisten Rehasportanbietern ist die Kommunikation mit ÄrztInnen damit erledigt. Das ist auch kein Problem, solange genügend Rehasportler den Weg in die Einrichtung finden. Wenn es aber mehr Rehasportler braucht, dann muss man die ÄrztInnen in der Umgebung zielgerichtet ansprechen und strategisch betreuen.

Ablauf der Rehasport Verordnung

Erfahrungen mit dem Arztgespräch – meist nur als Patient

Doch das ist meist leichter gesagt, als getan. In der Regel hat man, wenn man nicht im ersten Gesundheitsmarkt, z.B. als Physiotherapeut arbeitet, als Referenz für Arztgespräche nur seine eigenen Gespräche als Patient – und diese sind, je nach Häufigkeit der Arztbesuche, in der Regel überschaubar.

Meine Erfahrungen mit Arztgesprächen liefen lange Zeit ungefähr so: „Hallo Frau Seyfert, was kann ich für Sie tun?“ „Ich habe XYZ“. „Gut, dann schreibe ich Ihnen mal was auf. Einen schönen Tag noch“ – gefühlt sind Rückfragen unerwünscht. Das erste Mal, als ich merkte, dass ich mich auf Arzttermine vorbereiten sollte, war nach der Geburt meines ersten Sohnes. Da kam durch die anfangs zeitlich eng getakteten U-Untersuchungen, zusätzliche ständige Infekte und viele Allergien, einiges an Arztbesuchen zusammen. Und plötzlich hatte ich ja die Verantwortung für die Gesundheit diese kleinen Menschen. Anfangs liefen die Gespräche ähnlich ab, wie bei mir als Erwachsenem. Der Arzt sprach sehr schnell und leise, viele Fremdwörter und komplizierte Dosierungsanweisungen – ich ging aus dem Behandlungszimmer und wusste die Hälfte schon nicht mehr. Also fing ich an, mir Zettel zu schreiben und nicht eher aus dem Behandlungsraum zu gehen, bis ich diesen Zettel abgearbeitet hatte. Und siehe da – die Zeit wurde sich genommen und meine Nachfragen geduldig beantwortet. Und mir wurde bewusst, dass ich Fragen stellen darf, dass es gewünscht ist, nachzuhaken und dass der Arzt gern auf Augenhöhe spricht und kritische Nachfragen Ernst nimmt.

Rehasport Arztgespräch

Transfer der Erfahrung aus den Gesprächen mit dem Arzt zum Rehasport

Diese Erfahrungen helfen mir auch jetzt noch in den Gesprächen mit den Ärzten und in der Terminvorbereitung davor. Rehasport-Anbieter haben es sogar noch leichter, da nicht nur die Expertise des Arztes abgefragt wird, sondern eigene Expertise angeboten werden kann. Das bewusste Auftreten als Experte im Bereich Rehasport und nicht das Bittstellen um Verordnungen ist eine wichtige, wenn nicht sogar die wichtigste Erkenntnis in der Betreuung von Ärzten. Denn nicht nur der Inhalt, der unstrittig für jeden Arzt interessant ist, sondern auch das Auftreten und die damit in Verbindung stehende nonverbale Kommunikation sind wichtig. Man muss das Thema platzieren, aber auch sich und seine Einrichtung als Rehasport-Experten positionieren.

Ärzte sind auch nur Menschen – nur meist mit wenig Zeit

Und diese Erkenntnis hilft vielen über die mentale Schwelle, sich selbstbewusst bei den Ärzten zu melden, telefonisch einen Termin zu vereinbaren und diesen dann auch zu nutzen. ÄrztInnen sind und/oder sehen sich in der Regel nicht als „Halbgötter in Weiß“. Sie haben aber wenig Zeit. Und die Beachtung dieser beiden Aspekte entscheidet über die Wirksamkeit der Arztgespräche. Ich muss es als Rehasport-Experte schaffen, selbstbewusst, pointiert in kürzester Zeit die wichtigsten Informationen loszuwerden und muss natürlich für Rückfragen gewappnet sein.

Was sind die wichtigsten Punkte, die bei einem Arztgespräch kommuniziert werden müssen?

Nach meiner Erfahrung, sind die folgenden Punkte elementar:

  • Keine Belastung des Budgets!
  • Abgrenzung zu Heilmittel und Physiotherapie deutlich machen
  • Rehasport schließt Versorgungslücke zwischen Akutversorgung und selbstständigem Training
  • Qualitativ hochwertiges Angebot (speziell ausgebildete Übungsleitungen, betreuender Arzt steht für Rückfragen bereit)
  • Rehasport als Sozialisationsmöglichkeit

Wenn diese Punkte im Gespräch übermittelt werden, dann hat man seinen Job erfüllt und den Rehasport für den Arzt ausreichend vorgestellt.

Da aber Ärzte auch vergesslich sind, mach es Sinn, diese Gespräche regelmäßig zu führen. Wenn auch immer mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung.

Webinar Ärzte-Betreuung

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