Was Sie schon immer wissen wollten!

Team Rehasport erklärt
Team Rehasport erklärt - was ihr schon immer wissen wolltet

Immer wieder erreichen uns, das Team Rehasport, Fragen rund um das Thema Rehasport. Dabei handelt es sich u.a. um Fragen zu der Verordnung (Formular 56) oder Trainingsmöglichkeiten. Wir haben die meistgestellten Fragen gesammelt und wollen Ihnen diese kurz und knapp beantworten. Daher heißt unsere neue Rubrik:

Team Rehasport erklärt!

Heute starten wir mit den ersten fünf Fragen, die häufig in Verbindung mit Rehasport auftauchen.

Was ist Rehabilitationssport?

Diese Frage oder auch was macht man beim Rehasport, taucht häufig v.a. bei Rehasport-Neulingen auf, die bisher noch keine Rehasport-Maßnahmen absolviert haben. Die Definition von Rehasport findet man verschriftlich in der Rahmenvereinbarung für den Rehabilitationssport und Funktionstraining vom 01. Januar 2011, verfasst von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) e.V.. Der Leistungsumfang beträgt i.d.R. 50 Übungseinheiten, die innerhalb von 18 Monaten in Anspruch genommen werden können. Bei schweren Beeinträchtigungen können sogar 120 Einheiten in einem Zeitraum von 36 Monaten notwendig sein und bewilligt werden. Rehasport findet als Gruppenangebot mit bis zu 15 Personen statt und ist zeitlich auf 45 Minuten ausgelegt.

 

 

Sonderregelungen bei Rehasport in Herzgruppen

 

Bei Rehasport in Herzgruppen werden in der Regel 90 Übungseinheiten innerhalb von 24 Monaten verordnet. Bei herzkranken Kindern und Jugendlichen werden sogar 120 Übungseinheiten innerhalb von 24 Monaten vorgegeben. Die Gruppengröße bei Herzsport beträgt bis zu 20 Personen und eine Kurseinheit dauert 60 Minuten. Wichtig und einzigartig bei einer Herzsportgruppe ist die ärztliche Betreuung während der gesamten Kursdauer.

Was macht man beim Rehasport?

Den Inhalten eines Rehasport-Kurses sind fast keine Grenzen gesetzt. In den Gruppentrainings können Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, Partnerübungen oder auch Bewegungsabläufe mit und ohne Kleingeräte eingebaut werden. Zu den Kleingeräten zählen Gymnastikbälle, Flexibars, TRX-Bänder sowie Medizinbälle, Terrabänder, Faszienrollen und viele mehr. Auch kann man immer wieder Elemente aus Yoga und Pilates in den Kursen vorfinden. Was laut Rahmenvereinbarung jedoch nicht erlaubt ist, ist der Einsatz von Großgeräten wie bspw. eine Beinpresse oder eine Butterfly-Maschine. Bei den aktuellen Online-Rehasportkursen kommen auch gerne Alltagsgegenstände wie z.B. Besen, Tücher oder Wasserflaschen zum Einsatz. In Rehasportkursen im Freien nutzt man Elemente aus Nordic Walking, Freeletics oder das Lauf-ABC. Mit etwas Glück hat man auch die Möglichkeit einen Trimm-dich-pfad zu integrieren.

 

Wie man sieht, können Rehasport-Kurse sehr vielfältig sein. Natürlich sind die Inhalte sehr von der Übungsleitung und deren Vorlieben abhängig. Was auch eine große Rolle für den Inhalt des Kurses spielt, ist die Gruppe selbst. Für weniger mobile Teilnehmer und Teilnehmerinnen gibt es die Möglichkeit der Hockergymnastik. Je fitter die Teilnehmenden desto anspruchsvoller kann die Trainingseinheit gestaltet werden.

Gibt es Rehasport in meiner Nähe?

Neben uns, dem Team Rehasport mit fünf Gesundheits- und Rehasportvereinen, gibt es noch viele weitere Rehasport-Anbieter deutschlandweit. Je nach Region ist das Angebot an Rehasport-Kursen unterschiedlich groß. Sehen Sie hier unsere zertifizierten Standorte. Neben der Suche nach Anbietern direkt vor Ort, sind auch die Behinderten- und Rehasportverbände, der Verband Rehasport-Deutschland e.V. und die Krankenkassen gute Anlaufstellen für die Suche nach einer Rehasport-Gruppe in der Nähe, da diese Listen mit den entsprechenden Kontaktdaten führen.

Wie oft kann man Rehasport beantragen?

Die Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport vom 01.01.2011 besagt folgendes:

 

„4.4. In der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rehabilitationssport und Funktionstraining solange erbracht, wie die Leistungen im Einzelfall notwendig, geeignet und wirtschaftlich sind.“

Letztendlich kann der Rehasport also so lange in Anspruch genommen werden, bis der Rehasportler oder die Rehasportlerin in der Lage ist selbstständig trainieren zu können. Dabei spielt neben der Einschätzung des Arztes, auch die genehmigende Krankenkasse eine große Rolle. Die einzelnen Krankenkassen agieren hierbei sehr unterschiedlich und handeln nach eigenen Vorgaben. So kann es passieren, dass es bereits bei der ersten Folgeverordnung zu Problemen kommt, wohingegen andere Kasse bereits die vierte Verordnung ohne weiteres genehmigt haben. Bei Problemfällen stehen wir unseren Kooperationsstandorten natürlich mit Rat und Tat zur Seite und treten, wenn nötig, auch nochmals mit den entsprechenden Krankenkassen in Kontakt.

Wie lange dauert eine Rehasport-Einheit?

Laut Rahmenvereinbarung ist die Rehasport-Einheit auf 45 Minuten ausgelegt. Es werden von der Krankenkasse auch nur diese vorgegebenen Minuten bezahlt. Dennoch zeigt die Praxis, dass man häufig noch ein paar Minuten mehr für Begrüßung, Verabschiedung oder sonstige Anliegen der Teilnehmenden benötigt. Wir empfehlen Ihnen daher für jeden Rehasportler und jede Rehasportlerin vor der allerersten Rehasport-Einheit eine Art „Sprechstunde“, bei der Sie den Teilnehmenden die wichtigsten Regeln aufzeigen, um eventuelle organisatorische Zeitfresser so gering wie möglich zu halten. Vielleicht gibt es auch kreative Übungsleiter und Übungsleiterinnen, die das Warm-up so gestalten, dass dieses einen kurzen Austausch über den neuesten Klatsch und Tratsch zu lässt 😉

Gerne dürfen Sie uns auch Fragen zuschicken, die Sie beschäftigen. Schreiben Sie uns einfach eine Mail und Team Rehasport erklärt. Vielleicht taucht Ihre Frage, auf Wunsch, auch bei der nächsten “Team Rehasport erklärt”-Ausgabe auf und hilft somit zusätzlich noch anderen Rehasport-Interessierten.

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