Rehasport als wichtiger gesellschaftlicher Baustein beim Sachsengespräch in Radebeul

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Am 4. Mai 2026 fand in der Hoflößnitz in Radebeul das Sachsengespräch im Landkreis Meißen statt. Eingeladen hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Sächsischen Staatsregierung. Ziel des Formats war der direkte Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Institutionen sowie Vertreterinnen und Vertretern aus der kommunalen Ebene über aktuelle Herausforderungen, Anliegen und Ideen vor Ort.

Für den Gesundheits- und Rehasportverein Sachsen e.V. (TeamRehasport) nahm Elina Wilhelm an der Veranstaltung teil. Sie nutzte die Gelegenheit, um die Bedeutung des Rehasports als wichtigen gesellschaftlichen Baustein sichtbar zu machen und zentrale Anliegen aus der täglichen Rehasport-Praxis in den politischen Austausch einzubringen.

Rehasport in Sachsen: Bewegung, Teilhabe und Struktur im Alltag

Im Gespräch mit Petra Köpping, Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, konnte Elina Wilhelm einen Einblick in den Vereinsalltag des Gesundheits- und Rehasportvereins Sachsen e.V. geben. Der Austausch war offen, herzlich und geprägt von großem Interesse an den praktischen Erfahrungen aus dem Rehasport.

Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Bedeutung der Rehabilitationssport für Menschen in Sachsen hat. Rehasport ist weit mehr als ein angeleitetes Bewegungsangebot. Er trägt dazu bei, Mobilität zu erhalten, körperliche Fähigkeiten zu stärken und Menschen nach Erkrankungen oder mit gesundheitlichen Einschränkungen wieder in Bewegung zu bringen.

Gerade für ältere Menschen oder Personen mit chronischen Beschwerden kann Rehasport eine wichtige Unterstützung im Alltag sein. Das regelmäßige Training in der Gruppe schafft Verbindlichkeit, Orientierung und eine feste Struktur. Gleichzeitig entstehen soziale Kontakte, die Einsamkeit vorbeugen und gesellschaftliche Teilhabe fördern.

Damit leistet Rehasport einen Beitrag, der über die reine Bewegung hinausgeht. Er verbindet Gesundheit, Prävention, Gemeinschaft und Lebensqualität.

Rehasport im Wasser steht vor großen Herausforderungen

Ein zentrales Thema des Gesprächs war die Situation des Rehasports im Wasser. Wasserangebote sind für viele Teilnehmende besonders wertvoll, weil Bewegung im Wasser gelenkschonend ist und auch Menschen mit Einschränkungen ein sicheres, wirkungsvolles Training ermöglicht.

Gleichzeitig stehen viele Anbieter in diesem Bereich vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen. Der Zugang zu Bädern ist häufig mit Eintrittsgeldern oder Nutzungskosten verbunden. Diese Kosten lassen sich im Rehasport jedoch nur schwer abbilden, da der Rehabilitationssport für Teilnehmende beitragsfrei bleiben muss und Zuzahlungen im Rahmen der geltenden Vorgaben nicht vorgesehen sind.

In der Praxis entsteht dadurch ein Spannungsfeld: Einerseits sind Wasserangebote aus gesundheitlicher Sicht besonders wichtig. Andererseits sind sie unter den aktuellen Rahmenbedingungen für Vereine und Anbieter zunehmend schwer zu finanzieren. Teilweise müssen Kosten durch Übungsleiterinnen und Übungsleiter oder durch die Vereine selbst getragen werden, wenn die Vergütungssätze die tatsächlichen Aufwendungen nicht decken.

Elina Wilhelm machte deutlich, dass hier tragfähige Lösungen notwendig sind, damit der Rehasport im Wasser langfristig erhalten bleiben kann. Denn gerade diese Angebote sind für viele Menschen ein wichtiger Zugang zu Bewegung, Mobilität und sozialem Miteinander.

Direkter Austausch mit Ministerpräsident Michael Kretschmer

Auch mit Ministerpräsident Michael Kretschmer kam Elina Wilhelm im Rahmen des Sachsengesprächs ins Gespräch. Neben großen politischen Themen wie der aktuellen Wirtschaftslage, Sicherheit und zukünftigen Versorgungsstrukturen bot die Veranstaltung Raum für Anliegen aus der Praxis.

Das Format des Sachsengesprächs ist genau darauf ausgerichtet: Ministerpräsident und Mitglieder der Staatsregierung suchen den direkten Dialog über Themen, die Bürgerinnen und Bürger bewegen. Laut Staatsregierung sollen Ideen und Anregungen aus diesen Gesprächen dazu beitragen, Sachsens Politik aktiv mitzugestalten.

Für den Gesundheits- und Rehasportverein Sachsen e.V. war dieser direkte Draht zur Landespolitik besonders wertvoll. Er zeigt, dass die Erfahrungen aus der Praxis gehört werden und dass Rehasport als Teil der gesundheitlichen und sozialen Versorgung stärker sichtbar gemacht werden kann.

Warum der Rehasport politisch mitgedacht werden muss

Das Sachsengespräch in Radebeul hat deutlich gemacht, wie wichtig der Austausch zwischen Politik und Praxis ist. Rehasport-Anbieter erleben täglich, welche Bedarfe Menschen vor Ort haben, welche organisatorischen Herausforderungen bestehen und welche Rahmenbedingungen notwendig sind, damit Angebote langfristig gesichert werden können.

Rehasport trägt dazu bei, Menschen dauerhaft in Bewegung zu bringen. Er unterstützt Mobilität, fördert soziale Teilhabe und kann helfen, gesundheitliche Einschränkungen besser zu bewältigen. Damit ist Rehabilitationssport nicht nur ein Angebot im Gesundheitssystem, sondern auch ein wichtiger Bestandteil gesellschaftlicher Teilhabe.

Besonders in Zeiten demografischer Veränderungen, steigender Gesundheitsbedarfe und wachsender Anforderungen an wohnortnahe Versorgungsstrukturen ist es entscheidend, solche Angebote verlässlich zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Rehasport braucht Sichtbarkeit, Austausch und tragfähige Lösungen

Die Teilnahme am Sachsengespräch war für den Gesundheits- und Rehasportverein Sachsen e.V. eine wichtige Möglichkeit, zentrale Anliegen des Rehasports direkt in den politischen Dialog einzubringen. Besonders die Bedeutung des Rehasports im Wasser, die Rolle der sozialen Teilhabe und die Herausforderungen der Finanzierung wurden dabei klar benannt.

Für Elina Wilhelm und den Verein bleibt der Austausch mit Politik, Partnern und Verantwortlichen ein wichtiger Baustein, um den Rehasport in Sachsen weiter zu stärken. Denn nur wenn Erfahrungen aus der Praxis sichtbar werden, können Lösungen entstehen, die den tatsächlichen Bedürfnissen von Anbietern und Teilnehmenden gerecht werden.

Der Rehasport in Sachsen leistet täglich einen wertvollen Beitrag für Gesundheit, Bewegung und Gemeinschaft. Diesen Beitrag sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln, bleibt eine wichtige Aufgabe für die kommenden Jahre.

#Sachsengespräch

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