Ausbildung zum Rehasport-Übungsleiter

Detaillierte Informationen für eine erfolgreiche Ausbildung zum Rehasport-Übungsleiter

Rehasport-Übungsleiter Informationen Voraussetzungen und Fortbildungen Beitragsbild
In der Rahmenvereinbarung für Rehabilitationssport ist festgelegt, dass der Rehabilitationssport (§ 64 SGB IX) durch einen Rehasport-Übungsleiter – mit Übungsleiterlizenz B Rehabilitationssport – angeleitet werden muss. Des Weiteren darf nur ein Übungsleiter, mit gültiger Lizenz, eine Rehasport-Gruppe leiten und diese Leistung mit den Kostenträgern abrechnen.

Dieser Übungsleiter muss für die jeweilige Gruppe (mit Wochentag und Uhrzeit) beim Verband gemeldet werden. Im Falle von Urlaub oder Krankheit kann nur ein lizenzierter Übungsleiter als Vertretung einspringen. Dieser muss ebenfalls beim Verband für die entsprechende Gruppe als Vertretung gemeldet sein.

Lizenz- und Ausbildungssystem

Die Ausstellung der Rehasport-Lizenzen obliegt den Landesfachverbänden des Behindertensports sowie der Akademie des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS Akademie). Es können Lizenzen in sechs verschiedenen Profilen erlangt werden:

  1. Orthopädie
  2. Innere Medizin
  3. Sensorik
  4. Neurologie
  5. Geistige Behinderung
  6. Psychiatrie

Das Ausbildungssystem ist dabei in Module untergliedert. Die Grundlage bildet der Block 10 (in Bayern: Block 100), der 90 Lerneinheiten (LE) umfasst. Anschließend muss ein Profilblock mit jeweils 90 LE (Innere Medizin: 120 LE) absolviert werden. Einige Lerneinheiten der Ausbildung werden dabei durch Heimstudium, Hospitationen und/oder Lernkontrollen abgedeckt.

In der Graphik sehen Sie den Aufbau der Rehabilitationssport Ausbildung. Zudem sind beispielhafte Erkrankungen der jeweiligen Profilblöcke abgebildet.

 

Anerkennung von Vorqualifikationen

Bei Vorhandensein von Vorqualifikationen ist teilweise eine verkürzte Ausbildung möglich. Ebenso werden Sonderlehrgänge für bestimmte Personen- und Berufsgruppen, wie beispielsweise Physiotherapeuten oder Sportlehrer angeboten. Ob und welche Teilbereiche der Ausbildung erlassen werden können, wird von den Landesbehindertensportverbänden geprüft.

“Zur Prüfung Ihrer Qualifikationen wenden Sie sich bitte an Ihren zuständigen Landesbehindertensportverband.”

Aus- und Fortbildungen für Rehasport-Übungsleiter

Die Aus- und Fortbildungen werden von den Behindertensportverbänden sowie der DBS-Akademie angeboten:

Zum kompletten Lehrgangsplan 2020 für Rehasport-Übungsleiter

  • Die Kosten für die Ausbildung sind abhängig davon, ob der Teilnehmer:
    Mitglied in einem Verein aus dem eigenen Fachverband ist:
  • z. B. der Übungsleiter ist in einem Verein tätig, der dem Württembergischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband (WBRS) angehört und meldet sich für eine Ausbildung des WBRS an: der Teilnehmer erhält „Mitgliedspreise“.
  • Mitglied in einem Verein ist, der einem anderen Landesfachverband angehört
    z. B. der Übungsleiter ist in einem Verein tätig, der dem Württembergischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband (WBRS) angehört, meldet sich aber für eine Ausbildung des Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes (BBS) an: der Teilnehmer erhält dann „Kooperationspreise“ bzw. „DBS-Preise“.
  • Kein Mitglied in einem Verein eines Behindertenfachverbands ist; in diesem Fall muss der Teilnehmer den „Sonstigen Preis“ für den Lehrgang zahlen

Hinweis: Bei Fragen zu den Übungsleiter-Lehrgängen, wenden Sie sich bitte an Ihren zuständigen Landesbehindertensportverband.
Sollten Sie Interesse an einer Kooperation mit unserem Verein haben, freuen wir uns auf Ihren Anruf!


Beantragung einer Rehasport-Übungsleiter Lizenz:

Nach Abschluss des Ausbildungslehrgangs muss anschließend die Lizenzausstellung beim zuständigen Landesfachverband beantragt werden. Dafür benötigt es folgende Unterlagen:

  • Erste-Hilfe‐Bescheinigung (Umfang: 9 LE, nicht älter als 2 Jahre)
  • Teilnahmebescheinigungen der besuchten Lehrgänge
  • Hospitationsnachweise (sofern noch nicht im Lehrgang bescheinigt)
  • Bestätigung eines Mitgliedsvereines des Landes- oder Fachverbandes über die Übungsleitertätigkeit

Gültigkeit der Lizenz:

Die B-Lizenz Rehabilitationssport ist in der Regel 4 Jahre gültig (Innere Medizin: 2 Jahre). Zur Verlängerung der Lizenz ist der Nachweis von Fortbildungen im Umfang von 15 LE notwendig. Für den Bereich „Innere Medizin“ muss zudem eine Auffrischung des Erste-Hilfe-Scheins vorhanden sein.

Die Verlängerungsdauer der Lizenz beträgt dann erneut 4 Jahre (Innere Medizin: 2 Jahre).

Bei einer Überschreitung der Gültigkeitsdauer um mehr als drei Jahre verliert die Lizenz ihre Gültigkeit. Des Weiteren muss die gesamte Ausbildung muss wiederholt werden.