Einen eigenen Verein gründen oder mit einem bestehenden Verein kooperieren?

Nach der Abklärung der Grundvoraussetzungen und der strategischen Vorüberlegungen zum Rehasport steht die Entscheidung an, ob Sie einen eigenen Verein gründen oder sich einem bestehenden Verein anschließen möchten.

Wenn man (mit weiteren sechs Gründungsmitgliedern) einen Rehasportverein gründen will, ist zu berücksichtigen, dass man relativ stark selbstmotiviert und engagiert sein muss. Außerdem gilt es etliche Hürden beim Amtsgericht, Finanzamt und bei den Rehasportverbänden zu nehmen, die häufig eine Geduldsprobe sind. Man wird mit vielen Detailfragen konfrontiert, die in der Tiefe und Komplexität oft sehr schwierig zu beantworten sind. Aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht – wenn man die zeitlichen Ressourcen für die Aneignung der nötigen Kompetenzen und der laufenden Führung des Vereins gegenrechnet – lohnt sich eine eigene Vereinsgründung in der Regel nicht.

Die folgenden Punkte sollten bei der Führung eines eigenen Vereines unbedingt beachtet werden:

  • Eine saubere steuerliche Vereinsführung ist für die Einkünfte aus dem Rehasport sehr wichtig und existenziell für den Fortbestand eines Vereins.
  • Das aktuell gültige Vereinsrecht im Äußeren durch die Gesetzgebung und im Inneren durch die Satzung des Vereines und seiner Organe muss Beachtung finden.
  • Der Aufwand für die Verwaltung von Mitgliedern, Zertifizierung von Gruppen, Lizenzverlängerung und Abrechnung mit den Kostenträgern ist in der Regel bei einem Einspartenverein unverhältnismäßig hoch. Die erforderliche Expertise ist sehr speziell und bei einem einzelnen Verein gibt es keinen Multiplikationseffekt und keine Synergien. Bei einem Vereinsnetzwerk bzw. einem Verein mit vielen Standorten, treten diese auf und reduzieren den relativen Aufwand.