Studie zum Thema Bindung und Drop out im Rehasport

In Zusammenarbeit mit dem Vereinsnetzwerk Rehasport im Verein sowie der Abrechnungsfirma azh hat Hannah Spielmann 2015 eine Studie erarbeitet, in der Bindung und Drop out im Rehasport untersucht werden.

Diese von Prof. Dr. Ansgar Thiel von der Universität Tübingen betreute Studie ist eine der ersten wissenschaftlichen Arbeiten in dieser Richtung. Dabei wurde die Datengrundlage sowohl in die Breite als auch in die Tiefe intensiv ausgewertet.

Große Marktforschung während der Studie

Auf Basis von über 15.000 Datensätzen von Rehasportlern aus Baden-Württemberg und mit dem theoretischen Hintergrund des Transtheoretischen Modells der Verhaltensänderung sowie des Berliner Stadien Modells konnte Frau Spielmann eine Punkteskala erarbeiten, mit der durch verschiedene Indikatoren (z. B. Teilnahmehäufigkeit) der Grad der Bindung festgestellt werden kann.

Anhand dieser Skala, die von „keine Bindung, keine Bindungstendenz“ bis „sehr starke Bindung“ reicht, werden die Datensätze ausgewertet.

Frau Spielmann stellt fest, dass die Mehrheit der Teilnehmer, nämlich 71 %, an den Rehasport gebunden ist. Damit ist die allgemein bekannte Aussage eines durchschnittlichen Drop outs im Gesundheitssportbereich von ca. 50 % widerlegt worden.

Das ist zunächst eine positive Aussage. Dennoch sollte es das Ziel sein, auch die anderen 29 % von Drop out bedrohten Teilnehmer besser zu binden. Im Vereinsnetzwerk Rehasport im Verein wurden Konzepte wie die Rehasportsprechstunde entwickelt, um die Bindung der Teilnehmer an den Rehasport zu steigern. Das Ziel ist es nun, die Wirksamkeit der Konzepte in weiteren wissenschaftlichen Studien nachzuweisen, um weitreichendere Aussagen treffen zu können.

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